Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge.
Apostelgeschichte Kapitel 26, Vers 22
Liebe Leserinnen, liebe Leser,Können wir uns vorstellen, dass wir wegen unseres Glaubens verfolgt werden und wir uns für unseren Glauben vor Gericht rechtfertigen müssen?
Ich kann es nicht und ich bin dankbar dafür.
Bei Paulus war es aber so. Er saß im Gefängnis, weil er sich zu Jesus bekannt hat und gepredigt hat. Er wusste nicht, wie es mit ihm weitergehen sollte. Und trotzdem zeigt er sich nicht enttäuscht. Nein, er bekennt, dass Gott „bis zum heutigen Tage“ ihm geholfen hat. Er fühlt sich nicht im Stich gelassen, obwohl es ihm wirklich nicht gut geht.
Können wir das auch von uns sagen. Sind wir wirklich an jedem Tag davon überzeugt, dass Gott uns hilft?
Ja, das wünsche ich mir auch. Aber ehrlicherweise fällt es mir auch manchmal schwer, diese Überzeugung zu empfinden. Ich bin mir durchaus bewusst, dass Gott nicht dafür zuständig ist, mir ein möglichst beschwerdefreies Leben zu garantieren. Und dennoch, es gibt diese Situationen, in denen es mir schwer fällt. Da gibt es Dinge, bei denen ich Gott schon seit langer Zeit bitte mir zu helfen und ich sehe keine Entwicklung.
Wie gesagt, ich weiß, dass Gott nicht dafür da ist, all meine Wünsche zu erfüllen. Mir geht es gut, weil Gott mich bewahrt und behütet hat. Es geht nicht darum, dass alles, was ich mir wünsche, eintrifft. Es geht darum, dass ich mir bewusst mache, dass ich ohne ihn nicht da wäre, wo ich heute bin.
Deshalb möchte ich in die Worte von Paulus einstimmen:
Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge.
Matthias Heidebrecht