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Angedacht

Monatsspruch für Dezember 2020

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.

Sacharja Kapitel 2, Vers 14

Liebe Leser,

Liebe Leser*innen,

Freue dich und sei fröhlich! Was für eine Aufforderung. Sie klingt so vertraut in Bezug auf Weihnachten. So heißt es doch schon in der Weihnachtsgeschichte:

„Siehe, ich verkünde euch große Freude (Lukas2,10).

Und traditionell singen wir zum Ende der Christvesper „Oh du fröhliche“, das auch damit endet: „Freue, freue dich oh Christenheit!“

Ja, die Advents- und Weihnachtszeit ist grundsätzlich für alle (nicht nur für Kinder) eine Zeit der Vorfreude und der Erwartung. Umso mehr sollte sie das auch für uns Christen sein, die wir uns nicht nur auf den Tannenbaum, Geschenke oder ein opulentes Festmahl freuen.

Und dennoch, es ist jetzt das zweite Jahr, in dem wir aufgefordert werden, gerade in dieser so feierlichen Vorweihnachtszeit auf Kontakte zu verzichten und der Gedanke liegt nicht fern, dass auch in diesem Jahr von größeren Familienfeiern an den Weihnachtstagen abgeraten wird. Können wir uns da noch so richtig freuen? Zugegeben, es belastet auch mich, dass wir jetzt, wo wir dachten, dass durch den Impfstoff wieder Normalität in unser Leben zurückkehren würde, wieder plötzlich alles so sein soll, wie im letzten Jahr. Auch ich hatte gehofft, dass ich in diesem Jahr wieder auf Weihnachtsmärkte gehen könnte und Advents- und Weihnachtsfeiern entspannt stattfinden könnten.

Aber trotz aller Einschränkungen bleibt die Adventszeit eine Zeit der Vorfreude. Denn auch unter Corona-Bedingungen bleibt es dabei, dass wir uns auf die Ankunft Jesu freuen. Es bleibt auch in diesem Jahr ein Grund zur Freude und zum Feiern. Versuchen wir über den Moment hinaus zu sehen und uns nicht von der kurzfristig noch belastenden Situation von der grundsätzlichen Botschaft ablenken zu lassen.

Dazu passt auch der zweite Teil des Monatsspruches:

Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.

Jesus kommt nicht für ein kurzes Gastspiel, während dessen er mal kurz vorbeischaut, uns hilft und dann wieder entschwindet. Er ist nicht die Feuerwehr, die einen Brand löscht und dann wieder fährt. Er kommt, um dauerhaft in unserem Leben zu bleiben, „um bei uns zu wohnen.“ Deshalb ist Jesus nicht nur an Weihnachten präsent, sondern darüber hinaus auch an allen anderen Tagen z.B. des kommenden Jahres. Er ist nicht nur ein Geschenk für drei Feiertage, sondern er ist etwas Bleibendes.

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matth. 28,20)

Also, freuen wir uns und schauen dabei über den Augenblick hinaus.

Euch allen eine gesegnete Adventszeit!

Matthias Heidebrecht

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