Zufallsbild

Angedacht

Monatsspruch für Mai 2018

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Hebräer Kapitel 11, Vers 1

Liebe Leser,

im Mai letzten Jahres haben wir uns in der Aktivgruppe über das Thema „Glauben“ Gedanken gemacht, und wieder ist es Mai, und wieder geht es im Monatsspruch um Glauben. Gut, dass wir hier eine Definition des Glaubens bekommen, denn die meisten Menschen verstehen unter diesem Wort etwas anderes:

Die einen verstehen darunter eine Vermutung: „Ich glaube, ich krieg die Grippe.“ Auf deutsch: Ich habe eine Vermutung und warte noch ab, ob sie sich bestätigt, gehe vielleicht zum Arzt. Das ist nicht Glaube, den die Bibel meint.

Die nächsten verstehen darunter eine Ermutigung: „Ich glaube an dich“, sagt der Trainer zum Sportler vor dem großen Wettkampf. Natürlich ist hier keine Anbetung oder irgendetwas Religiöses gemeint.

Wieder andere verstehen darunter eine Meinungsäußerung. „Das glaube ich nicht“, sagt in der Podiumsdiskussion der Sachverständige und versucht danach, seine Meinung, die eigentlich gar kein Glaube ist, zu begründen. Manche können das gut, und so wird aus diesem „Glauben“ dann eine begründete Erkenntnis. Aber auch das ist nicht Glaube, den die Bibel beschreibt.

Und eine letzte Ansicht noch, bevor wir uns noch einmal von der Bibel sagen lassen, wie Glaube eigentlich gemeint ist: Wenn Menschen heute über Glaubensfragen reden, dann meinen sie eine solche individuelle Ansicht von der Welt, der Zeit, all dem Unsichtbaren, dass niemand sich herausnehmen darf, diesen persönlichen Glauben in Frage zu stellen, denn, so sagt es die Gesellschaft: Glauben kann jeder, was er will, solange er anderen seinen Glauben nicht aufdrückt oder sie aufgrund seines Glaubens diskriminiert.

Ganz anders die Bibel. Für sie ist Glaube nicht nur persönlich, sondern geht alle an. Für sie ist Glaube keine Vermutung und erst recht keine persönliche Meinung. Glaube ist der Ausdruck des Vertrauens, das wir zu unserem Herrn Jesus haben. Und in diesem Glauben dürfen wir die Zusagen Gottes, die er uns durch Jesus in der Bibel gibt, für bare Münze nehmen und die Einlösung seiner Versprechen real erwarten. Glaube in der Bibel rechnet mit dem, was Jesus sagt und tut, und er kann das auch ohne direkten Blickkontakt.

Gut, dass die Intensität meines Glaubens nicht entscheidend ist, ob Gott seine Versprechen einlöst oder nicht. Aber es ist doch eine große Hilfe, dieses Vertrauen zu haben, dass er da ist, sich für uns interessiert, uns führt und begleitet – und am Ende des Lebens auf uns wartet, um uns für immer in seine Herrlichkeit zu holen. Und dann wird das, was wir glauben, auch sichtbar: Dann werden wir Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen. Dann wird dieses Vertrauen, was uns hier noch schwerfällt einer Begeisterung weichen, die von ganz allein kommt: Wenn Jesus selbst uns lächelnd und mit offenen Armen gegenübersteht.

Einen fröhlichen Mai!

Thomas Schulze

©2009  Impressum