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Angedacht

Monatsspruch für Juni 2026

Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leben.

Hebräer Kapitel 13, Vers 3

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Was für ein herausfordernder Vers für diesen Monat!

Hier in unserem guten Leben in Deutschland, in Europa vergesse ich oft, wie schlecht es einem gehen kann. Aufgrund der Versorgung oder der Finanzen des Landes oder eben auch, weil man bedroht wird oder eingeschränkt wird.

Meine Oma hat, als wir noch Kinder waren, manchmal auf uns aufgepasst und mit uns in dem Buch “Kinder beten für die Welt” gelesen. Wir haben jedes Mal etwas über ein bestimmtes Land gelernt und wie der Zustand dort ist und dann für das Land und die Leute gebetet. Wie gut und wichtig das war, wurde mir erst später bewusst.

“Denkt an die Gefangenen” - gefangen zu sein, weil man glaubt, ist für mich so schwer zu verstehen. Was gehen Menschen in anderen Ländern der Welt ein, weil sie sich offen zu ihrem Glauben bekennen?!

Auch von diesen Ländern haben wir als Kinder damals erfahren. Und welcher Name mir an dieser Stelle auch sofort in den Sinn kommt, ist “Open Doors”! Wir haben doch in der heutigen Zeit die Möglichkeiten, uns einfach und schnell zu informieren, es liegen auch immer wieder Hefte von “Open Doors” in unseren Gemeinderäumen aus. Lasst uns für die Gefangenen und Verfolgten beten und sie nicht vergessen.

Weltverfolgungsindex - wo Christen am stärksten verfolgt werden

oder die Startseite von Opendoors

Und trotzdem gibt es auch in unserem Land, in unserer Stadt Gefängnisse. Die Menschen dort sitzen wegen ganz anderer Vergehen hinter Gitter als verfolgte Christen. Das ist klar! Dennoch möchte ich uns ermutigen, für Gefängnisse, Insassen und Mitarbeiter zu beten, denn Gott kann Herzen bewegen! Gott tut Wunder in fernen Ländern und in unserem eigenen Land.

Und zum Schluss will ich den Teil des Verses von den Misshandelten nicht übersehen. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie es diesen Personen ergeht und wie sie leiden. Und ich muss sagen, dass ich froh bin, dass ich es nicht weiß. Aber das ändert nicht die Tatsache, dass es viele Misshandelte gibt. Es gibt sie in fernen Ländern und auch hier “vor unserer Haustür”. Lasst uns an diese Personen denken, für sie beten und wachsam sein.

Wir müssen es Gott und unserem Gebet aber auch zutrauen, Wunder zu wirken. Unser Gebet ist mächtig und eine starke “Waffe”. Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?!

“Denkt an die Gefangenen, …Denkt an die Misshandelten, …”

Alena Jeschke

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