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Angedacht

Monatsspruch für August 2019

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele.

Psalm 139, Vers 14

Liebe Leser,

Denken wir auch, dass wir wunderbar sind, wenn wir morgens in den Spiegel schauen? Ganz ehrlich, mir geht es oft nicht so und das nicht nur bei dem ohnehin morgens manchmal noch getrübten Blick in den Spiegel. Ich soll wunderbar gemacht sein? Ich entdecke durchaus das eine oder andere, was auch ich an mir nicht so gut finde und das bezieht sich nicht unbedingt nur auf das Äußere. Wir haben alle unsere Schwächen und gar nicht so selten werden uns diese auch bewusst oder werden uns auch von anderen bewusst gemacht. Da fällt es schon schwer, Gott dafür zu danken, dass er uns so wunderbar gemacht hat. Unser oder mein Selbstbewusstsein reicht da manchmal nicht soweit wie das von David.

Und doch glaube ich, dass Gott mich so will, wie ich bin. Bei Gott muss ich nicht versuchen irgendwelchen Idealen zu entsprechen. Der Maßstab ist ein ganz anderer. Gott hat mich so geschaffen, wie ich bin. Ob ich dabei groß oder klein bin, blond oder schwarzhaarig, ob ich eine Brille brauche oder nicht und ob ich mit zunehmendem Alter vielleicht auch ein paar Falten bekomme, das ist alles völlig egal. Er hat mich als Mensch geschaffen mit bestimmten Fähigkeiten und er will, dass ich diese Fähigkeiten einsetze, um ihm zu dienen. Dabei können es ganz unterschiedliche Fähigkeiten sein. Sie stehen durchaus gleichberechtigt nebeneinander auch wenn sie noch so unterschiedlich sind. Ich würde so manches Mal gerne handwerklich etwas geschickter sein (ich könnte sagen, mein Vater wäre nicht glücklich über das mangelnde Talent, das ich auf diesem Gebiet im Gegensatz zu ihm mitbekommen habe), dafür kann ich einigermaßen mit dem PC umgehen und diesen Gemeindebrief jetzt schreiben.

Wenn wir mal versuchen das Ganze zu betrachten, dann können wir sagen: ja, hinter dem Ganzen steckt ein Plan. Gott hat auch uns als Gemeinde zusammengeführt mit ganz unterschiedlichen Menschen, die unter Umständen ganz unterschiedliche Dinge können. Aber als Ganzes können wir etwas bewirken.

Dann können wir vielleicht auch sagen: Gott, deine Werke sind wunderbar. Das können wir erkennen und sind dankbar dafür. Und dann können wir uns auch so akzeptieren, wie wir sind, weil wir für Gott gut so sind, wie wir sind.

Ich wünsche euch einen gesegneten August!

Matthias Heidebrecht

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