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Angedacht

Gedanken zur Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Johannes Kapitel 6, Vers 37

Liebe Leser*innen,

Was für ein Versprechen zu Beginn eines neuen Jahres. Wir kennen das in unserem Alltag, denke ich, alle, dass wir immer wieder vor verschlossenen Türen stehen, bildlich gesprochen. Selbst wenn wir es eigentlich „gut meinen“. Wir möchten anderen helfen und diejenigen, denen wir helfen wollen, wollen sich nicht helfen lassen. Wir haben eine gute Idee, die wir vorbringen wollen, stoßen damit aber nur auf „taube“ Ohren. Und auch manche richtige Tür, bleibt für uns verschlossen.

Und dann sagt Jesus, er lässt uns herein. Er hat ein offenes Ohr für uns. Er wird uns nicht abweisen.

Und trotzdem ist da auch noch ein anderer Aspekt in meinen Augen. Es geht ja nicht nur darum, dass Jesus sagt, er würde uns nicht abweisen. Es geht auch darum, dass wir uns erstmal auf den Weg machen zu ihm.

Ist der Beginn eines neuen Jahres nicht ein guter Moment, auch nochmal darüber nachzudenken, wo wir uns auf diesem Weg gerade befinden? Sind wir auf dem direkten Weg zu IHM oder sind wir vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle mal abgebogen oder haben uns auf eine Umleitung begeben?

Aber egal, wo wir uns auf diesem Weg befinden, es ist richtig gut zu wissen, dass, egal wann wir ankommen, wir immer auf eine offene Tür treffen werden. ER wird uns nicht abweisen.

Als ich mich mit der Jahreslosung beschäftigt habe, fiel mir ein anderes Bild ins Auge, das in meinen Augen auch wunderbar zu der Jahreslosung in genau dieser Zeit passt.

Ich habe es zum ersten Mal in einem Urlaub gesehen. Junge Menschen, die mit einem Schild um den Hals Leute umarmten. „Free hugs“ (kostenlose Umarmungen) stand auf dem Schild.

Nichts anderes besagt auch die Jahreslosung: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Wer zu ihm kommt, den wird er umarmen, ihm nahe sein.

Gerade in dieser Zeit, in der wir Umarmungen vermeiden, um uns nicht anzustecken oder um andere nicht anzustecken, um keinen in Gefahr zu bringen.

Und doch fehlen gerade diese Umarmungen manchmal so sehr. Wenn wir vielleicht die Kinder treffen oder die Eltern oder gute Freunde oder Geschwister. Wir können miteinander reden über das Telefon oder durch Masken, aber eine Umarmung ist etwas anderes. Den Gegenüber nicht umarmen zu können, auch das kann weh tun.

Doch Jesus will uns umarmen. Er gibt Halt und lässt uns seine Liebe spüren. Wir müssen nur kommen, auch wenn wir kraftlos sind und vielleicht nur in Gedanken sagen können, dass wir seine Liebe und seine Nähe brauchen.

Ich wünsche euch allen, dass ihr in dem kommenden Jahr diese Umarmungen immer wieder spüren könnt, vor allem dann, wenn jemand das Gefühl hat, es ganz dringend zu brauchen.

Ich wünsche euch ein richtig gutes Jahr 2022!

Matthias Heidebrecht

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