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Angedacht

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

1. Könige Kapitel 19, Vers 17

Liebe Leser,

die Geschichte, die zu dem Einschreiten des Engel geführt hat, ist durchaus spannend. Lest sie gerne einmal, ich möchte sie hier aus Platzgründen nicht nacherzählen. Nur soviel: Elia hat Schuld auf sich geladen und er hat seinen Fehler erkannt, woraufhin er versucht hat zu fliehen. Er kommt dann an den Punkt, wo es für ihn nicht mehr weitergeht, wo er auch nicht mehr weiter will. Er möchte Schluss machen, auch mit seinem Leben.

Auch wenn es bei uns bestimmt nur sehr sehr selten so dramatisch ist wie bei Elia, dieses Gefühl, dass uns alles zu viel wird, dass uns auf einmal alles über den Kopf wächst und wir den Anforderungen, die an uns gestellt werden, nicht mehr gerecht werden können, ich glaube, das kennen wir auch. Auch wir sind nicht unbegrenzt belastbar. Wenn wir dann in solchen Situationen auch noch allein sind, wird dieses Gefühl nochmals verschärft. Letztlich ist es auch Jesus im Garten Gethsemane nicht anders ergangen. Auch er wollte nicht allein sein. Auch dort ”kam ein Engel vom Himmel und stärkte ihn."(Lukas 22,44)

Gerade wenn uns dieses Gefühl der Überforderung in diesen so besonderen Zeiten überkommt, ist es aufgrund der vielen Einschränkungen des Miteinander schwierig, dass uns gerade derjenige begegnet, der uns die nötige Kraft geben kann. Auch das macht diese Zeit so schwierig. Und da ist es zumindest für mich ein großer Unterschied, ob ich mich mit Leuten treffen kann und mit ihnen sprechen kann oder ob ich mit ihnen nur telefonieren, skypen oder auf andere Art und Weise digital kommunizieren kann. Es ist gut, dass es diese Möglichkeiten gibt, gar keine Frage, aber sie können den persönlichen Kontakt nicht ersetzen.

Und doch bin ich mir sicher, dass Gott auch in dieser Zeit, Möglichkeiten findet, uns seine Kraft spüren zu lassen und aus seiner Kraft zu schöpfen.

Ich wünsche euch einen guten Sommer und da ich Ende Juni tatsächlich zwei Wochen weg bin, wird es den nächsten Gemeindebrief erst Ende Juli für den August geben.

Matthias Heidebrecht

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